Ex-Prinzen im Jahre 2006 PDF Drucken E-Mail

In ungewohnter Rolle begrüßte Günter Königs als neuer Vorsitzender die geladenen Gäste aus Kirche, Politik, Behörden, Wirtschaft, Verbänden und Vereinen, hob die Anwesenheit der Ex-Prinzessinen hervor und gratulierte Prinzenpaaren der Vergangenheit zum 44., 33., 22. und 11. Jubiläum ihrer RegentschaftDen Sponsoren der Matinee entbot er einen besonderen Dank.
Mit der Verleihung des Ex-Prinzen-Ordens an den scheidenden Prinzen Rudolf I. (Schwaderlapp) der Session 2005 erhielt der Verein ein neues Mitglied. Natürlich gesellte sich Martina I. zu den Ex-Prinzessinen.
Zum ersten Mal erfreute Bernd Münz, der 1. Vorsitzende der "Bemoosten" aus Vallendar, die Matineegäste mit einem umwerfend komischen Vortrag. Als "James Blond" in "lustiger Mission" wollte er "die Niagara-Fälle lösen" und machte aus Exprinz Rudolf mit Haimütze und Schlosserhammer einen "Hammerhai".
Eine Präsentation karnevalistischen Hochadels war die Vorstellung der Prinzenpaare "aus dem Zwergenland" und "vom Rot-Weißen Karneval". Kinderprinz Tim I. (Müller) ist der Sohn prinzlicher Eltern und die Großeltern der Kinderprinzessin Theresa I. (Becker) regierten ebenfalls schon die Narren von Höhr-Grenzhausen.

Während Prinz Frank (Müller I.) "bürgerlicher" Herkunft ist – sieht man von seiner Karriere auf der karnevalistischen Bühne einmal ab - war seine Ehefrau und Prinzessin Katja vor 33 Jahren Kinderprinzessin. Die Grußworte des Prinzen wurden zu einer Laudatio auf Franz Huth als langjährigen Aktiven und Funktionär des Elferrates "Rot-Weiß". Er nannte ihn seinen karnevalistischen Ziehvater und dankte ihm für Jahrzehnte langem Einsatz. Das Publikum schloß sich stehend applaudierend dem Dank an. RKK-Geschäftsführer Fredy Löhr hob hervor, daß Franz Huth zu den Mitbegründern des Regionalverbandes Karnevalistischer Korporationen gehört.
Als Krone des Dankes an diesem Tag ernannten die Ex-Prinzen Franz Huth zum Ehrenvorsitzenden. Sein Nachfolger Günter Königs und Geschäftsführer Bernd Opitz überreichten die Ernennungsurkunde.
Den "professionellen" Büttenredner erkannte man in Werner Normann, als er in typisch deutscher Insel-Urlaubskleidung unterhaltsam-humoristisch mit karnevalistischer Übertreibung gereimt über den Mallorca-Ausflug der Ex-Prinzen berichtete.
Gesangssolistin Heidi Laprell gestaltete mit ihrer schönen Stimme den ersten musikalischen Part der Matinee. Nach einem Medley von Andrea Berg-Schlagern rundete sie mit "Karneval" ihren Auftritt ab.

Der "guten Seele" der Töpferstube „Lydia“ und ihrer karnevalistischen Gäste dankten die Exprinzen mit der Verleihung des Rheinzeitungs-Ordens. Michael Kuch – wegen seiner Statur "kleiner Prinz" genannt – erhielt die gleiche Auszeichnung für die Gründung der Gesangsgruppe der Ex-Prinzen, die dank seiner Leitung jetzt "nicht nur laut, sondern auch schön singen können".

Man könnte jedesmal an eine Persönlichkeitswandlung glauben, wenn Bernd Opitz in die Rolle der "Frau Jaschke" schlüpft. Den legendären Hut mit Nackenschutz versehen und mit aufgesetztem Blinklicht, in der Hand neben der obligatorischen Tasche ein C-Rohr mit Schlauch, riß er sein Publikum als Feuerwehrfrau "Rettungsmarlene" zu Lachstürmen hin. Treffend seine Reaktionen auf das hier hautnahe Publikum, wenn er feststellt, daß "man mit so einem langen Schlauch den Ex-Prinzessinnen eine Freude machen kann", oder wenn er vor Prinzessin Katja mit dem Strahlrohr fuchtelt und ihr seine "Spitze" erklärt.
Trotz einer Schunkelpause war es für das Publikum danach nicht leicht, den scharf- und feinsinnigen Pointen des plattdeutschen Jahresrückblicks von Dietmar Gerhards zu folgen. Die Nahles nennt er "dä Brorer von dä Alice Schwarzer" und die neue Regierung sei wie daheim: "Däirscht Machtkampf, dann gruße Koalition on de Frau hätt ze sohn." Ein Kind müßte heut studieren, "ob et well orer net", und schriebe dann seine Doktorarbeit: "Das Leben mit Hartz IV." Von derKarriere Gerhard Schröders meinte er: "Däirscht verliert mä de Lust, dann de Wahl on zom Schluß de Charakter. On dat alles ohne Välust." Vom "Weißwurscht-Strategen Stoiber Eddi" erwähnt er dessen Vorbild König Ludwig. "Dä is jo zom Schluß ent Wasser gange. Datt lößt hoffe." Und wegen des "huhgestallte Bayere" Papst Benedikt sei Pfarrer Much jetzt ein "Benedik-Diener". Den Rentner bestätigt er "datt, bu dä Klinsmann von trömt, en Nullrunde". Camillas "Pferdegesicht" war ebenso sein Thema wir örtliche Gegebenheiten, voran der Alexanderplatz, und natürlich durften die Hillscheider und ihr "Kultur-Welt-Erbe" nicht fehlen.

Anschließend gefiel die Gesangsgruppe der Ex-Prinzen in stilecht bunten Clownskostümen vom Hütchen über die geschminkten Masken bis zu den überdimensionierten Schuhen. Sie unterhielten mit einem Medley karnevalistischer Lieder von den "Vögelein vom Titikakasee" über "Dreimal Null is Null" und die "Eingeborenen von Trizionesien" bis "Beinah hätt ich sie jebützt" und "Das Herz von der Welt is Kölle". Auf das Ballermann-Lied hatten sie einen eigenen Text über den Exprinzen-Ausflug geschrieben. Nach der Zugabe "Ruut sin de Rosen" stellten sie abschließend treffend fest: "Do sin mer dabei, dat is prima," und dachten dabei bestimmt schon an das westerwälder Büfett, das die Veranstaltung abrundete.

 
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